Das Momentum mitnehmen: Okafor muss spielen

Gestern schrieb ich an dieser Stelle: Fabian Schär muss immer, immer spielen. Gut, dass er dies gestern dann auch durfte, wie man gesehen hat...! Heute muss ein anderer unbedingt spielen: Noah Okafor. Er lieferte letzten Samstag gegen Neuchâtel Xamax einen überragenden Match ab. Okafor gehört in die Startaufstellung im heutigen Cup-Match gegen Sion (20.30 Uhr). Was wäre das für ein Signal, wenn er nach so einer Leistung auf der Bank Platz nehmen müsste? Und: Das Momentum ist im Fussball wichtig. Darauf muss ein Trainer achten. Es gibt viele Beispiele, bei denen ein Trainer das Momentum überhaupt nicht berücksichtigte – und man sich als Aussenstehender nur an den Kopf greifen konnte. Bis heute nicht vergessen habe ich, wie Köbi Kuhn Valentin Stocker nicht für die Heim-EM 2008 berücksichtigte, obwohl der Stürmer beim FCB überragend spielte. Aber Stocker war damals erst 19 Jahre alt. Und noch nicht etabliert. Das gewichtete Köbi Kuhn höher als das Momentum; an der EM sah man dann, dass Stocker sicher ein Gewinn gewesen wäre – so lahm und zahm, wie sich die Schweizer Offensive damals präsentierte.
Besagter Stocker könnte übrigens heute Abend zum Einsatz kommen. Ausgerechnet für Okafor. Allerdings kann auch Stocker das Momentum für sich reklamieren: Gegen Xamax traf er nach langer Durststrecke endlich wieder einmal. Wäre ich Trainer, würde ich mich trotzdem für Noah Okafor entscheiden.