Federers schönste Titel

100 Titel sind eine schöne, stolze Zahl. Zeit für eine kleine Rückschau auf Roger Federers Triumphe – welcher der 100 Titel war der wichtigste? Hier das ultimative Ranking der 10 schönsten Federer-Titel:

10. Wimbledon 2007. Ein epischer Final gegen Rafael Nadal. Federer siegt knapp in fünf Sätzen.

9. Basel 2010. Ein Jahr zuvor hatte sich Roger Federer an den Swiss Indoors Novak Djokovic geschlagen geben müssen – im Grunde eine Majestätsbeleidigung für King Roger. 2010 gelang die Revanche, Federer sorgte dafür, dass zumindest in Basel die Kirche im Dorf blieb.

8. Wimbledon 2012. Grosses Kino im Endspiel von Wimbledon 2012: Andy Murray möchte unbedingt den Bann brechen und 76 Jahre nach Fred Perry endlich wieder einmal den Titel in England belassen. Murray hat die Sympathien des Publikums, Federer nach einem Viersatz-Sieg dafür den Pokal in den Händen.

7. Mailand 2001. Drei Jahre, nachdem er auf der Tour eingestiegen war, holte Federer 2001 in Mailand seinen ersten Titel. Der Gegner: Julien Boutter (Julien who?). Die Premiere bleibt immer in besonderer Erinnerung, auch wenn man bei Mailand nicht unbedingt zuerst an Tennis denkt.

6. US Open 2006. Andre Agassi zu besiegen war für Federer immer etwas Besonderes; in Agassis Heimturnier in New York zu gewinnen, machte den Triumph noch süsser. Es war die letzte Finalteilnahme des Amerikaners an einem Grand-Slam-Event; die Niederlage gegen Federer zeigte ihm, dass seine Zeit abgelaufen war.

5. Wimbledon 2009. Weil es vielleicht der dramatischste Finalsieg seiner Karriere war. Er besiegte Andy Roddick mit 5:7, 7:6 (6), 7:6 (5), 3:6, 16:14. Normalerweise hat Federer die Mehrheit der Fans hinter sich, hier aber hätten die Zuschauer dem US-Amerikaner den Sieg genauso gegönnt; schliesslich war er zuvor in Wimbledon schon zweimal leer ausgegangen. Doch Federer kennt in solchen Momenten kein Pardon.

4. Basel 2006. Sein Heimturnier hat einen sehr hohen Stellenwert für ihn. Ausgerechnet an den Swiss Indoors aber bekundete er Mühe. Zweimal verlor er und vergoss bittere Tränen, weil er dachte, dass er hier vor eigenem Publikum nie mehr gewinnen könne. Dann wiederum war er verletzt. Umso schöner der erste Erfolg 2006, als er Fernando Gonzalez besiegte.

3. Australian Open 2017. Federer musste wegen einer Knie-OP ein halbes Jahr aussetzen. Seine Karriere hing an einem dünnen Faden. Seit 2012 hatte er keinen Major-Titel mehr gewonnen. Umso grossartiger sein Comeback, als er Rafael Nadal in einem epischen Endspiel in fünf Sätzen besiegte.

2. French Open 2009. Selten sah man Roger Federer glücklicher als nach seinem Triumph am French Open 2009. Ein Jahr zuvor war er – man kann es nicht anders sagen – von Rafael Nadal an selber Stätte gedemütigt worden, als er gerade mal vier Games nach Hause brachte. Er schien den Glauben verloren zu haben, diesen Titel irgendwann gewinnen zu können. Doch dann schied Nadal überraschend vorzeitig aus – und Federer sprang in die Lücke. Er besiegte Robin Söderling in drei Sätzen.

1. Wimbledon 2003. Roger Federer erklärte mehrmals, dass er schon mit einem einzigen Grand-Slam-Titel zufrieden gewesen wäre. Indem er in Wimbledon gewann, erfüllte sich sein Traum. Schon früh wurde ihm von den Tennis-Experten alles zugetraut, erst recht nach dem Sieg gegen Pete Sampras 2001. Doch der Schweizer hatte Mühe, die hohen Erwartungen an den Big Events zu erfüllen. 2002 schied er in Paris und Wimbledon bereits in der Auftaktrunde aus. Der Finalerfolg 2003 gegen Mark Philippoussis war die Befreiung und der Anfang von vielen grossen Siegen.