Blog: Aus der Tiefe des Raums

Bencic ist reif für einen Grand-Slam-Titel!

Es ist nun fünf Jahre her, seit Belinda Bencic erstmals an den Major-Events aufkreuzte und sich einem grösseren Publikum bekannt machte. Rasch ging es aufwärts, 2016 war sie bereits die Nummer 7 der Welt. Es schien nur noch eine Frage der Zeit, wann sie erstmals ein Grand-Slam-Turnier gewinnt. Doch manchmal kommt es anders, als man denkt. Bencic verletzte sich, zudem löste sie sich zwischenzeitlich von ihrem Vater Ivan, der sie von Anfang an als Coach betreut hatte. Sie fiel weit zurück. «Auch dafür muss Platz sein», hatte Ivan Bencic vor fünf Jahren in einem Interview auf die Frage geantwortet, wie man mit einer schwierigen Phase umzugehen gedenkt.
Das hat sich bewährt. Bencic ist zurück. Die Liebe mit ihrem Fitnesstrainer Martin Hromkovic scheint sie zusätzlich zu stimulieren. Vater Ivan sitzt wieder als Coach an der Seitenlinie. Bencic ist reifer geworden – und nun tatsächlich bereit für den nächsten Schritt: Wenn sie so weiterspielt, wird sie bei der Vergabe eines Grand-Slam-Titels ein wichtiges Wort mitreden. Schöne Aussichten auch für Swiss Tennis: Denn mit ihren 21 Jahren und der Spielfreude, die sie an den Tag legt, hat Bencic die Zukunft noch vor sich.
Fabian Frei hat hinten nichts zu suchen

Der FC Basel und seine Probleme mit der Innenverteidigung: Das gehört diese Saison so zwingend dazu wie das Tattoo auf dem Körper eines Profifussballers. Carlos Zambrano fällt im heutigen Auswärtsspiel des FCB gegen Neuchâtel Xamax erneut aus: Ganze 171 Minuten hat der 29-Jährige bis jetzt gespielt, nun ist er bereits wieder verletzt. Der FCB und Peru: Das passt – über vier Jahrzehnte nach Teofilo Cubillas – offenbar weiterhin nicht zusammen.
Marek Suchy ist in der Innenverteidigung gesetzt, die BaZ spekuliert, dass Trainer Marcel Koller abermals auf Fabian Frei zurückgreifen könnte und dafür Eray Cömert sowie Yves Kaiser draussen lässt. Es wäre ein Fehler. Frei ist vieles, Wortführer, (Ersatz-)Captain, Routinier, aber ein Innenverteidiger ist er definitiv nicht. Dort hinten verkommt er wie ein Schluck Wasser zur Bedeutungslosigkeit und flösst den gegnerischen Angreifern null Angst ein. Frei gehört weiter nach vorne, wo seine Fähigkeiten – vor allem das gute Passspiel – zum Tragen kommen. Noch sind es ein paar Stunden zum Spiel, die Hoffnung lebt.