Vorschlag 1 zum Samstag: Der Trainer

Der FCB musste in den vergangenen Tagen und Wochen viel Kritik einstecken. Zu Recht. Das 2:6 gegen das unterklassige Winterthur war der Tiefpunkt einer bisher ziemlich verkorksten Saison – und könnte gleichzeitig den Weg für einen Neuanfang freimachen. Nachfolgend ein paar Vorschläge, wie dieser aussehen könnte; Vorwürfe waren ja viele zu lesen, wirklich konkrete, konstruktive Lösungen hingegen kaum. Das soll sich hier ändern, mit einem täglichen Tipp. 

1.     Der Trainer 

FCB-Besitzer Bernhard Burgener hat soeben wieder klar gemacht, dass Ciriaco Sforza «unser Trainer ist und bleibt». Es ist zu begrüssen, wenn die Vereinsverantwortlichen einem Übungsleiter auch in schwierigen Zeiten das Vertrauen schenken. Aber nicht blindlings: Die Mannschaft zeigte in den letzten Spielen regelrechte Zerfallserscheinungen. Das muss sich blitzschnell ändern. Gelingt Sforza tatsächlich – wider Erwarten – die Wende, kann ihn das auf lange Frist sogar stärken. Siehe Marcel Koller, der anfänglich auch stark kritisiert worden war, am Ende aber (fast) überall geschätzt wurde.

Präsentiert sich die Mannschaft unter Sforza weiterhin so erschreckend schwach wie zuletzt, muss man ehrlich genug sein, um zu sagen: Wir haben dem Trainer eine Chance gegeben und ihm mehrmals das Vertrauen ausgesprochen, aber er hat beide nicht genutzt. Einfach so wie jetzt weiterzumachen, ist gefährlich. Denn die Saison ist noch nicht gelaufen: Der FCB befindet sich leistungsmässig gerade im freien Fall. Das Polster auf den Barrageplatz ist halb so gross wie der Rückstand auf Leader YB. 

Ein Vorschlag zur Güte, falls Sforza den Turnaround in den nächsten Spielen nicht mehr schafft. Hinter einer Trainerentlassung steckt ja auch immer ein menschliches Schicksal. Sforza hat den sicheren Hafen des FC Wil aufgegeben, um sich auf den FCB und ein Himmelfahrtskommando einzulassen – das muss berücksichtigt und belohnt werden. Rotblau beschäftigt ihn deshalb weiter, aber in einer anderen Position. Heisst es nicht immer, er könne die Jungen fördern? Warum soll er das künftig nicht beim FCB-Nachwuchs tun? Vielleicht tut man ihm einen Gefallen damit.